Zusammenfassung der letzten Wochen – Wetteraussichten

5. Juni 2010

So, nachdem nun alles Wichtige endlich erledigt ist (6 Tage vor dem Abflug) kann ich auch mal wieder hier ein paar Worte schreiben:

Was schon seit langem klar war:

1. Eintrittskarten -Zuschlag erhalten/bezahlt war schon seit langem geklärt, uns war auch klar, dass man die Karten nur vor Ort holen kann – gebongt.

2. Flug. War schon ewig und drei Tage in trockenen Tüchern (und im Nachhinein muss ich sagen, dass ich froh bin, dass das schon so lange erledigt war).

3. Dass wir die über die FIFA gebuchten Unterkünfte “auch wirklich haben” (weil meine Kreditkarte mit dem vollständigen Betrag belastet wurde).

Was erst in den letzten 2 Wochen vor Abflug erledigt werden konnte:

1.  Die “Vouchers” für die Unterkünfte. Das ist eine FIFA-Besonderheit, die ich so heutzutage nicht mehr für möglich gehalten hätte: Bei der Buchung der Zimmer habe ich alle möglichen individuellen, auf meine Person bezogenen einzigartigen Daten angegeben… dennoch erhalte ich meine Zimmer vor Ort nur mit dem “Voucher” (= einem Zettle, auf der mein Name und eine abstrakte Nummer steht). Dass ist der FIFA so wichtig und das ist so ernst, dass sie die Regularien dafür nicht in irgend einem kleingedruckten Text versteckt haben, sondern schätzungsweise mit Arial 16, Fett, zeilenweise, auf einem DIN-A-4 Zettel geschrieben haben: “Zimmer gibts nur mit original Voucher!”, “kein Voucher, kein Zimmer!”, “Kopien gelten nicht!”… das bedeutet: Meine ganzen individuellen, einzigartigen Nummern, wie zB meine Kreditkarte bringen mir nichts, sollte ich den Voucher verloren haben. Das ist erst mal “doof”, aber hinzu kommt ja, dass die Vouchers auch erst jetzt eingetroffen sind…

Übrigens: Die FIFA hat auf meine Frage, was wir denn machen sollen, wenn wir mal ein Voucher verlieren, bisher nicht geantwortet. Die Unterkünfte, denen ich die Frage ebenso gestellt habe, allerdings schon: Sie bekommen nur Geld, wenn sie der FIFA das Originalvoucher vorzeigen können. Aber sie würden uns wohl mit der FIFA telefonieren lassen, wenn wir ein Voucher verlieren – Zimmer gibts vorher aber nicht ;)

2. Die Fahrt zum/vom Flughafen und zur/von der Unterkunft: Dabei habe ich aus meiner Sicht eigentlich drei tolle und schöne Erlebnisse gehabt, die eigentlich die Vorfreude steigern: Ich habe die Unterkünfte angeschrieben, wie wir vom Flughafen zur Unterkunft kommen könnten, man gab mir Email-Adressen von Shuttle-Dienstleistern und der Email-Verkehr mit denen war echt nett.

Jetzt wird an den Flughäfen auf uns mit einem Schild “Volker” gewartet :D

Ach ja, das Wetter… hier mal ein Beispiel, wie vielfältig es sein kann:
In Bloemfontein: Heute, Samstag, 05.06.2010: von -1 bis +23 Grad. Aber keine Angst: In Durban und Kapstadt geht die Temperatur nicht so weit nach unten…

So, jetzt will ich das hiesige Wetter für eine lange und schöne Radtour nutzen. Ach ja, @Volkeeeeee: Ich denke, du hast das mit den Flügen im Griff ( ist ja dein Verantwortungsbereicht) :)

Bis dann, beim nächsten Mal vielleicht ja schon live from the FIFA World Cup in South Africa…

- Volker

Ein paar Regeln für das Leben in South Africa !!!

10. Mai 2010

Vieles wurde bereits in den Medien berichtet, hochgebauscht und vieles auch wieder verworfen.. Nur eines hat man bisher in der ganzen Aufregung über Kriminalstatistiken, Hurenimporten und unfertigen Stadien nicht beleuchtet.. Wie steht es eigentlich mit dem gewöhnlichen Leben – auch Alltag genannt – in Süth Afrika.. Also solches wie: Gibt es Vorhängegardinen in den Hotelräumen? Wie schliesse ich meine elektrischen Geräte an das örtliche Stromnetz an? Welches ist die optimale Temperatur zum Schlafen? Wie decke ich mich währende der Nacht? Wo bekomme ich kurzfristig – also wenn das Bier mal wieder nicht gereicht hat – Nachschub her? Muss ich abends mein Hotelzimmer abschliessen? Wie bediene ich die Toilettenspülung? Ich könnte dies jetzt unendlich fortführen, werde dies aber nicht tun.. Vielmehr möchte ich mich einer Frage en Detail widmen, um hier vielleicht Licht ins Dunkel zu bringen.. Es geht um die Frage, der man täglich am Morgen – meistens noch im Adamskostüm – begegnet: Wie stelle ich sicher, das mit der morge3ntlichen Ankleideprozedur nicht meine Ordnung im Kleiderschrank verloren geht? Natürlich unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Volkeer ganz andere Gepflogenheiten pflegt als ich.. Wichtig ist natürlich auch die Tatsache, dass die in Mitteleuropa vorherrschenden Kleiderschrankfachmaße nicht zwingend auch in Südafrika vorliegen müssen..

Um hier Licht ins Dunkel zu bringen oder diese Thematik zum Diskurs anzustossen, wähle ich den proaktiven Weg des Lesson Learned.. Im Zuge meines täglichen Privat KVP´s habe ich – natürlich auf meine Rahmenbedingungen angepasst – folgende Optimierung in meinem Haushalt vorgenommen..

1. Analyse der Ist-Situation im Kleiderschrank.. Folgende Probleme standen da im Fokus:

- die zahlreichen Kleidungsstücke lagen i.d.R. in unterschiedlichsten Formaten gefaltet vor

- dies führte dazu, dass nichts mit dem Anderen kompatibel war sd

- dies wiederum führte zum morgentlichen Ärger bei Wahl eines frischen Unterhemdes

2. Aufmaß Kleiderschrank und Möglichkeiten zur Faltgestaltung der Unterhemden bzw. Pullover

3. Definition eines Standard-Grundmaß für Unterhemden und Pullover

- heraus kam die DIN Normgrösse A4

4. Beschreibung zum Falten von Unterh em den und Pullover


Um diese Errungenschaften nicht während eines kurzen Reiseaufenthalt aufs Spiel zu setzen, schlage ich vor, dass dies der Maßstab auch für SA wird.. Etwaige Anpassungen an das örtliche Schrankmaß sind durch kleinere Anpassungen an der Schablone ohne Weiters möglich.. Das sollte natürlich grundsätzlich auch für etwaige Mitreisende beachtet und gelebt werden.. Etwaige zuwiderlaufende Handlungen sollten im Sinne des Hotelfriedens nicht erfolgen..

Beersprechungsnotiz 10/04/30

2. Mai 2010

Sehr geehrte Fanenthusiasten,

anbei erhalten Sie die Beersprechungsnotiz von der gestrigen griechisch geprägten Entscheidungskonferenz.. Trotz fehlender Beerzurückhaltung der Anwesenden gelten die folgenden Beschlüsse als verbindlich und sind entsprechend zu erledigen.. Zuwiderhandlungen werden mit dem Ausschluß und der Entziehung des Buches über “die Wahrheit” bestraft..

1. Verifizierung Sitzplatzbuchung nach South Africa (Volkee, ASAP)
2. Beschaffung Cash für gesamte Reisegruppe (Volkee, 10/06/04)

3. Zusammenstellung List of Documents für gesamte Reisegruppe (Volker, 10/06/04)
4. Erarbeitung von Reiseausflugszielen für Cape Town (Volkee, 10/06/04)
5. Beschaffung Dictionary “Burisch” oder “Neederländisch” (Volker, 

10/06/04)
6. Weather forecast zur Bedarfserkennung Ausrüstung (Volker, 10/05/30)
7. Bereitstellung E-Adapter für SA Trip (Volkee, 10/06/11)
8. Löschung sämtlich versendeter Videolivemitschnitte (Volker, ASAP)

Was brauchen wir – fürs Übernachten?

15. April 2010

..langsam wirds heiß! Und kompliziert! Jetzt muss ich mich noch entscheiden zwischen “Long Stay Voucher” und “Single Night Voucher”.
Warum stellt mir die Abteilung Unterkunft der FIFA so eine Frage? Die weiß doch, was ich gebucht habe. Hier die Email, die mich heute erreicht hat, allerdings gekürzt, da die FIFA meint, dass der Inhalt ihrer Email confidential sei….

Hier meine weniger confidential Antwort (bzw. Nachfrage):

Dear Sir/Madam,

I really do not understand the difference between a Long Stay Voucher an a Single Night Voucher. Therefore I am not able to fill out your document, yet.

We (2 persons) have three different accommodations in three different cities. In each accommodation we stay a couple of nights.

What do I have to choose? I think “Long Stay Voucher” for all three accommodations  - but why do I have the choice? Why not Single Night Vouchers for every night, although it is the same accommodation?

Thank you for your help.

Volker H.

- Volker H.

Was brauchen wir – fürs Stadion?

15. April 2010

Folgendes benötigen wir, um ins Stadion zu kommen:


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Allgemeine Ticket-Geschäftsbedingungen

Ticket-Verkaufsrichtlinien

Stadion-Verhaltenskodex

FIFA.com-Ticketing-Seite

Spielplan

Reiseveranstalter-Programm

MATCH Hospitality

Volker Hasenmüller

Die offizielle Ticketbestätigung wird vom 2010 FIFA World Cup™ Ticketing (Pty) Limited für Sie und jeden Ihrer angegebenen Gästen ausgestellt, um die Ihnen zugeteilten Tickets für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ zu bestätigen. Sie sollten Ihre offizielle Ticketbestätigung spätestens Ende Mai 2010 per Post erhalten. Bitte beachten Sie, dass die Ticketbestätigung kein Ticket ersetzt oder Sie berechtigt, das Stadium zu betreten.

Die offizielle Ticketbestätigung kann dafür verwendet werden, um Reisedokumente oder Visas für Südafrika zu beantragen. Das gilt für Sie und Ihren Gast/Ihre Gäste, sogar wenn Sie nicht zusammen reisen werden. Falls Sie die offizielle Ticket-Bestätigung bis Ende Mai 2010 nicht erhalten haben, um Südafrika betreten zu dürfen, kontaktieren Sie bitte enquiries@2010FWCTC.com.

Bitte beachten Sie: Falls Sie die ab dem 15. April 2010 auf FIFA.com verfügbare Ticketübertragungsrichtlinie für die Übertragung eines Gastes anwenden werden, so wird die ursprüngliche Bestätigung Ihres Gastes nach wie vor gültig sein.

Als Hauptantragssteller müssen Sie folgende Dokumente mitnehmen, um Ihre Tickets abholen zu können:

  • Die Zahlungskarte, die Sie für die Überweisung verwendet haben oder aktuell online registriert ist oder einer Kopie der Zahlungsbestätigung/Überweisung.
  • Reisepass
  • Die offizielle Ticketbestätigung der FIFA
  • Einmalige Ticketantragsnummer

Die Tickets für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ werden nicht per Post zugestellt, sondern können nur in Südafrika abgeholt werden.

Wir freuen uns, Sie und Ihre Gäste zum Turnier begrüssen zu können und hoffen, dass Sie die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ geniessen werden.

Mit freundlichen Grüssen

2010 FIFA World Cup™ Ticketing Centre



Jetzt stellt sich mir nur noch die Frage:
Was bitteschön ist die offizielle Ticketbestätigung? Und woher bekommen wir die?

Die Frage an die FIFA ist gestellt, die Antwort steht noch aus.

- Volker H.

Hey “Mach´mal den Rooney”-Volker

8. April 2010

Habe gleich mal geschaut und leider hat sich scheinbar der Begriff Stiege nicht ganz so fortgepflanzt, wie er letztlich bei mir angekommen ist. Macht auch nicht, weit weg war ich ja nicht und so genau nehmen wir das auch hier auch nicht. Trotzdem kannst Du mir dann ein Stiege vom original South-African-Beer ausgeben. Bekommst auch was ab. Prost und viel Spass bei der morgigen “Sag-Servus-Fete” für Dich. Trink´nicht so fille..

Fratzen für die Reiserücktrittsversicherung

16. Februar 2010

Habe heute von der guten Fee vom Karstadt-Reisebüro die Prämien für die “Wollen-Wir-Doch-Nicht”-Versicherung bekommen. Und da ich aus dem vorherigen Artikel vom Volker entnommen habe, wird das auch bitter nötig sein. Denn ich kann schon die Angst vor dem schwarzen Kontinent förmlich riechen. Und ich weiß wie der Schwabe gut riechen kann.  Aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass ich heute noch nicht gelüftet habe. Naja egal. Die Frage lautet also: Sollen wir uns hier noch in Unkosten stören, oder sind wir richtige Männer, die jedem Löwen ohne zu Zögern ins Maul schauen würden? “Ich für meinen Teil” könnte ja darauf verzichten, da ja sowieso der Westen mir die Reise quasi durch den Wiederanschluss der DDR bezahlt. Ansonsten würde ich ja heute höchstwahrscheinlich mich ausschliesslich mit der Plastikver- oder -entsorgung beschäftigen. Und nebenberuflich vielleicht Kollegen ausspionieren. Aber das tut ja nicht zur Sache. Aber wenn mein schwäbischer Reisebegleiter das für sischere hält, machen wir das halt. “Dann darf aber der Soli nicht so früh abgeschafft werden!”

http://ingeb.org/refer/aufersta.MP3

Ach bevor ich es vergesse. Ich brauche auch noch fachlich Unterstützung vom Westdeutschen Klassenkameraden. Leider klappt die Verbildlichung meiner Fratze leider nicht. Was wird das für mich Ossi denn in etwa kosten???

Südafrika läßt Hoeneß nix rein

11. Februar 2010

Nun, ich glaube es ist einfach Hoeneß´ Job, das zu sagen, was er zuletzt über die WM in Südafrika gesagt hat. Solche Statements machen ihn wohl aus.

Unverständlich ist allerdings, wenn er den Anschlag auf die Togonesische Nationalmannschaft in Angola als Grund nimmt, um nicht nach Südafrika zu gehen.
Ein bisschen mehr Verstand hätte ich schon erwartet. Jemand äußerte dazu (sinngemäß, kein Zitat): “Wenn in Dänemark eine Bombe explodiert, spricht auch niemand davon, dass die WM in Spanien unsicher sei.”

Darüber hinaus ähneln sich Angola und Südafrika in allen Belangen ungefähr so wie Kambodscha und England. Oder Afghanistan und Frankreich.

Außerdem glaube ich nicht, dass ich mich in Brasilien, Argentinien, der Ukraine, Indien, Kamerun oder Litauen “freier” bzw. “sicherer” bewegen kann als allgemein gesehen in Südafrika. Vermutlich wird man sich auch da nur in den “Fanzones” oder anderen abgesteckten und hochgesicherten Bereichen aufhalten.

Ich glaube, die Sicherheitsvorkehrungen, die jetzt in Südafrika entwickelt und eingesetzt werden, werden maßgebend für zukünftige Weltmeisterschaften außerhalb Westeuropa oder Nordamerika werden.

Und sollte zukünftig die Spanne zwischen Arm und Reich noch größer werden, dann wird man vermutlich irgendwann einmal über die Sicherheitsvorkehrungen in Südafrika schmunzeln… ach, das waren noch Zeiten..
(vgl. das explosionsartige Ansteigen der Sicherheitsvorkehrungen bei
den G8, G8+5, G15, G20 oder G33 – Gipfeln.)

Uiuiui, die FIFA: Deren Mitarbeiter schlagen jedes Computersystem

7. Februar 2010

Eines muss man der FIFA ja lassen: Deren Mitarbeiter sind wirklich flott – und denken mit (!).

Anfangs haben wir uns noch über deren schlechtes Computersystem aufgeregt. WM-Ticketbestellungen gingen nicht – Server überlastet. Anfragen nach Unterkünften gingen nicht – da wurde im Oktober noch auf ein Datum im August hingewiesen etc.

Seit wir aber per Email erst mit Liesel, dann vermutlich auch mit anderen FIFA-Mitarbeitern Kontakt hatten, flutschte es wie geschmiert.

Vor ein paar Tagen erinnerte ich mich, dass wir bzgl. der Unterkünfte bisher nur eine Anzahlung geleistet haben und dass der volle Betrag eigentlich irgendwann mal fällig werden müsste… *schluck*

Da nicht schon wieder irgend eine Frist verpasst oder sonst etwas falsch gemacht werden sollte, was uns dann doch noch unter einer Brücke zum Schlafen geführt hätte, habe ich mich eines morgens per Email an die FIFA gewandt:

Natürlich kam die Antwort nicht nur am gleichen Tag, das bin ich von der FIFA ja gewohnt, nein, man hat auch gleich die letzten Zahlungsanträge zum Ausfüllen (die “DMP-….pdf”´s) beigefügt.

Das nenne ich wirklich mal mitgedacht, wow! Und wie ich ja bereits in einem früheren Artikel schrieb: Selten habe ich mich so über eine Kredikartenbelastung gefreut… ;)

Warum ich (Volker) mich auf die Mannschaften, die wir sehen, freue.

7. Februar 2010

Mir fällt auf, wenn ich mit Leuten über unseren WM-Besuch spreche, dass verständlicherweise immer als Erstes die Frage gestellt wird, welches Mannschaften wir denn sehen. Beim Aufzählen der Spiele vernehme ich dann meist nur bei der Paarung Portugal vs. Brasilien ein “OHHHH”; und dass wir nicht Deutschland sehen erstaunt ebenfalls die meisten – negativ. Damit ist es dann meist auch getan. Dennoch erkläre ich anschließend immer lange und breit, dass die Mannschaften, die wir sehen, für uns zweitrangig sind. Ursprünglich ging es – zumindest mir – eigentlich nur darum, zu sehen, wie die Südafrikaner die WM organisieren und wie sie abläuft (Friede, Freude, Party, Spaß?).

Außerdem buchten wir ja die Karten, (trotzdem/obwohl) als die Mannschaften noch gar nicht feststanden.

Als es dann an die Auslosung der Spielpaarungen ging – und erst da erfuhren wir ja, welche Mannschaften wir sehen – war ich durchaus aufgeregt! Allerdings stand zu diesem Zeitpunkt ja schon fest, dass wir nicht nur Top-Mannschaften sehen können. Denn es ist ja so, dass die FIFA die Top-Mannschaften auf die ersten und zweiten Plätze der jeweiligen Gruppen setzt.

Und jetzt kommt, was mir bis dato nicht klar war:
Nach Auslosung der Gruppen, also nachdem ich wusste, welche Mannschaften ich sehe, war ich wirklich froh darüber, denn wir haben wie ich finde sehr unterschiedliche Fangruppen: Brasilien, Nord Korea, Griechenland, Nigeria, Portugal, Kamerun, Japan… ich stelle mir vor, dass sich die Gegend ums Stadion (also die sichere Gegend ;) ) dann auch wirklich in die Farben der jeweiligen Fans hüllt, oder aber, dass man einfach erkennt, welche Mannschaften da spielen. Das finde ich – ehrlich gesagt – noch interessanter, als die reine Spielbetrachtung.

Denn die ist @home am Color-TV wahrscheinlich günstiger und einfacher zu haben. Was es aber nur vor Ort gibt ist das Feeling, die Atmosphäre, Gerüche etc. wie zB.:

Werden die Nord Koreaner alle grau-in-grau bzw. rot-in-rot erscheinen? Kommen überhaupt welche? Werden die brasilianischen Fans alle in Grün/Gelb auftauchen und Samba-Party machen und viel Haut zeigen? Können/machen das die Portugiesen besser? Was ist mit den Griechen – können die auch feiern? Oder sind die Kameruner vielleicht die durchgeknalltesten von allen? Knipsen die Japaner jeden Grashalm – oder vielleicht sogar mich? Was machen die Niederländer? Feiern oder heulen? ;) Wer weiß das schon…. aber genau das macht ja den Reiz aus, wie ich finde!

Und nein – ich wollte mit Absicht nicht Deutschland sehen. Ich finde, es ist nichts deprimierender, als fern der Heimat (nur) Deutsch zu hören. So erlebt zB in Manhatten (New York), oder im Motel in Newark (bei Manhatten). Ja für was fliege ich denn zig tausende Kilometer weg?! Um mich mit Deutschen zu treffen und Deutsch zu reden?! So, das musste mal raus.

Und – das gebe ich zu – war ganz froh, nicht England zu sehen. Irgendwie bin ich mir nicht sicher, ob sie Randale machen oder nicht.